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Noch immer keine Entscheidung hat Skistar Marcel Hirscher getroffen. Er kann noch nicht sagen, ob und wann er aus der EU austritt und will weiter überlegen. Der Sportler fordert von Brüssel einen Aufschub von zwei Jahren.
BRÜSSEL / ANNABERG – „Ich bin innerlich in zwei Lager zerrissen und kann noch nicht sagen, ob A oder B“, so Hirscher. „Eine wütende, emotionsgeladene Seite in mir will den ganzen Zirkus verlassen. Aber eine andere, rationale Seite in mir weiß, dass ich wirtschaftlich auf die Raiffeisen-Sponsoring-Deals angewiesen bin, die ich ohne EU neu aushandeln müsste.“
Bis 29. März, wenn die Skisaison endet, muss Hirscher eine Entscheidung treffen, sonst verlässt er die EU ohne Deal. Eine Abstimmung unter den Stimmen in seinem Kopf scheiterte mehrmals, da alle nur laut durcheinanderschrien.
„Hirscher ist die letzten drei Jahre im Slalom hin und her geschlingert. Schon seit Monaten geht es nur mehr bergab“, moniert EU-Ratspräsident Donald Tusk. Er korrespondiert heute mit allen 27 EU-Regierungschefs, um das weitere Vorgehen abzustimmen.
„Ich kann da kaum mehr zuschauen, er soll sich einfach entscheiden. Wie schwer kann das sein“, sagt die britische Premierministerin Theresa May.
Ein kritischer Punkt ist der in Hirschers Ski-Bindung eingebaute Backstop. Wenn sich die EU und der Ski-Star nicht einigen, könnten Hirschers Füße somit noch Teil der EU bleiben, obwohl der Rest seines Körpers bereits ausgetreten ist.
Hirschers Austrittsfantasien sind im Skizirkus nichts Neues: Hermann Maier ist bereits 1998 ausgetreten, in dem er bei der Olympia-Abfahrt in Nagano über den Grenzzaun geflogen ist.

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